Forschung

Mission

Als Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, der größten deutschen Wissenschaftsorganisation, leistet das Helmholtz-Zentrum Geesthacht mit seinen langfristig angelegten Schwerpunkten Werkstoff- und Küstenforschung substanzielle Beiträge zur Klärung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft.

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Schwerpunkt: Küsten, Klima und Gesellschaft. Foto: Corbis

Wir stehen heute vor großen, lokalen, regionalen und globalen Veränderungen. Das wirft Fragen auf, die es zu beantworten gilt, wenn ein breites Spektrum der Lebensgestaltung erhalten bleiben soll.

Bis 2050 wird die Erdbevölkerung voraussichtlich auf neun Milliarden Menschen anwachsen. Die Zahl der über 60-Jährigen wird sich weltweit auf über zwei Milliarden verdoppeln. Wie können wir es trotzdem längerfristig schaffen, für alle eine hohe Lebensqualität zu erreichen?

Wie erhalten wir unsere Lebensräume von morgen? Knapp die Hälfte der Weltbevölkerung lebt weniger als 100 Kilometer von der Küste entfernt. Die weltweiten Küsten stehen daher bereits heute unter einem enormen Nutzungsdruck. Was hat sich schon verändert und wie wirken sich unsere Entscheidungen von heute auf die zukünftigen Küstensysteme aus?

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Schwerpunkt: Funktionale Materialien. Foto: GettyImages/Vetta/Sava Alexandru

Ein großer Schritt und ein ermutigendes Zeichen der Pariser Vereinbarung zum Klimaschutz ist die vertragliche Verankerung, den globalen Temperaturanstieg deutlich unter zwei Grad Celsius zu halten. Konkret bedeutet das, den Ausstoß klimaschädlicher Gase bestmöglich zu reduzieren. Zum Beispiel durch konsequenten Leichtbau der Mobilitätsträger sowie den Austausch fossiler Energieträger mit erneuerbaren Energiequellen wie regenerativ erzeugtem Wasserstoff.

Wir erforschen Materialien für die Zukunft und entwickeln Verfahren, um die neuen Materialien herzustellen. Neben Leichtbau und Energiesystemen tun sich viele andere Anwendungsfelder auf. Wird es gelingen, mit unseren neuartigen Polymer-Membranen die Versorgung mit Trinkwasser zu verbessern? Können unsere metallischen und polymeren Biomaterialien der Regenerativen Medizin zum Durchbruch verhelfen?

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Schwerpunkt: Biomaterialien. Foto: GettyImages/Ashley Wiley

Ob Küstenräume oder neue Materialien, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Helmholtz-Zentrums Geesthacht sehen ihren gesellschaftlichen Beitrag und ihre Verantwortung darin, Antworten auf drängende Fragen zu finden und Lösungen für die Politik und die Wirtschaft zu entwickeln.

Internationale Zusammenarbeit

Bei der Umsetzung seiner thematisch unterschiedlichen Forschungsaufgaben verfolgt das Helmholtz-Zentrum Geesthacht eine einheitliche Strategie. Die Bearbeitung der komplexen Forschungsaufgaben erfolgt in starken Netzwerken und Verbünden mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie. Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht hat sich mit nationalen und internationalen Arbeitsgruppen zusammengeschlossen und berücksichtigt die Strategien seiner Wettbewerber und die Ansprüche seiner Partner.

Forschungsplattformen

Einen besonderen Schwerpunkt legen die Geesthachter Wissenschaftler auf die Einrichtung und Nutzung von Forschungsplattformen. Die Forschungsplattformen bündeln in lokalisierten oder virtuellen Organisationsformen die notwendigen wissenschaftlichen und technischen Kompetenzen und Forschungsgeräte. Sie sind Kristallisationskeime für nationale und internationale Forschungskooperationen, Motor für Hochtechnologieentwicklungen und machen den Wissenschaftsstandort Deutschland international attraktiv.

wissen schafft nutzen

Von der ersten Idee bis zur Anwendung vergehen allerdings oft viele Jahre oder gar Jahrzehnte. Forscherinnen und Forscher brauchen neben hohen Zielen daher auch ein außergewöhnliches Durchhaltevermögen. Über das gesellschaftliche Anliegen hinaus ist es die Faszination der Wissenschaft selbst, die unsere Forscherinnen und Forscher im Helmholtz-Zentrum jeden Tag aufs Neue begeistert, antreibt und motiviert.

Broschüre: Für den Menschen und seinen Lebensraum von morgen